Ziele und Anwendungsgebiete der Hundephysiotherapie

Oberstes Ziel der Physiotherapie ist die Schmerzlinderung und damit einhergehend die Verbesserung der Lebensqualität der Hunde. 

Außerdem kann mit gezielten Therapien und Übungen die Beweglichkeit von Gelenken wiederhergestellt oder verbessert und Muskulatur gelockert und aufgebaut werden. Mit Hilfe der Physiotherapie können zudem Nerven stimuliert, eine Verbesserung des Gangbildes und der Koordination erzielt werden. 

Liegt keine Erkrankung vor, kann die Physiotherapie als Präventivmaßnahme eingesetzt werden, um Einschränkungen des Bewegungsapparates entgegenzuwirken. Oder Sie gönnen Ihrem Hund einfach eine entspannte Wellnessmassage :)

Mögliche Anwendungsgebiete:
  • Skeletterkrankungen (z.B. HD, ED, Wirbelsäulenerkrankungen, Arthrosen)
  • Erkrankungen Muskel, Sehnen, Bänder (z.B. Kreuzbandriss, Muskelabbau, -verspannungen und -verkürzungen)
  • neurologische Erkrankungen (z.B. Cauda-Equina-Syndrom, Bandscheibenvorfälle, Wobbler-Syndrom)
  • prä-operative, post-operative oder -traumatische Indikationen
  • Atemwegserkrankungen
  • nervöse und/oder ängstliche Hunde
  • Wellness für den Hund
  • Alterserscheinungen

Therapieablauf und Preise

Die hundephysiotherapeutische Behandlung ist eine sinnvolle und effektive Ergänzung und Unterstützung der tierärztlichen Behandlung / Diagnose, jedoch kein Ersatz. Deshalb ist es ratsam, Ihren Hund vor einer physiotherapeutischen Behandlung einem Tierarzt vorzustellen. 

Wenn möglich, senden Sie mir bitte vor dem ersten Termin sämtliche Unterlagen, die Ihnen vorliegen (bspw. Tierarztberichte, Röntgenbilder, Medikamentenplan etc.) per E-Mail: info@hundephysio-hermsen.de.

Wollen Sie Ihrem Hund eine reine Wellnessmassage gönnen, ist dies bei gesunden Hunden selbstverständlich ohne tierärztliche Voruntersuchungen möglich. 

Physio-Ersttermin: Dauer ca. 60 - 75 Minuten - 65 Euro*

Grundsätzlich nehme ich beim ersten Termin zunächst immer einen hundephysiotherapeutischen Befund auf. Hier schaue ich mir Ihren Hund ganz genau an, befrage Sie als Besitzer bspw. zu Vorerkrankungen Ihres Hundes und bespreche Unterlagen, die Sie mir vorab zur Verfügung gestellt haben. Wenn möglich, beginne ich bereits mit der Behandlung.

Auf Basis des tierärztlichen sowie meines hundephysiotherapeutischen Befundes erstelle ich für Ihren Hund einen individuellen Behandlungsplan.

Wir besprechen in dem Termin zudem gemeinsam die angedachten Ziele und Therapieformen, den Umfang und die Dauer der Therapie. Und ganz wichtig: wir besprechen Ihre Fragen!

Physio-Folgebehandlung: Dauer ca. 30 Minuten - 35 Euro* oder Dauer ca. 40 Minuten - 45 Euro*  
 

Die Folgebehandlungen umfassen die Bestandsaufnahme und die physiotherapeutischen Therapien nach Behandlungsplan inklusive Geräteeinsatz.

Die Therapien sind auf den Gesundheitszustand und das Krankheitsbild Ihres Hundes abgestimmt und werden bei Bedarf angepasst. Die Dauer der Folgebehandlung richtet sich nach dem Behandlungsplan.

Häufig ist es sinnvoll, wenn Sie als Hundebesitzer zur Überbrückung der Zeit zwischen den Behandlungen ein kleines Hausaufgabenprogramm mit Ihrem Hund absolvieren. Hierzu zeige ich Ihnen sehr gerne einige leichte Übungen, mit denen Sie Ihren Hund unterstützen können. 

Wellness-Massage: ca. 25 - 30 Minuten - 30 Euro*

Gönnen Sie Ihrem Hund eine Wellness-Massage. Diese reduziert Verspannungen und damit Schmerzen und steigert die Durchblutung. Ist Ihr Hund wärmeliebend, setze ich gerne parallel eine Wärmelampe ein.

Für die Fahrt zu Ihnen nach Hause berechne ich 0,30 EUR* pro gefahrenem Kilometer für An- und Abfahrt (von / bis Kleve-Kellen). 

Die Behandlungskosten zuzüglich der Fahrtkosten sind nach der Behandlung in bar zu entrichten. Sprechen Sie mich gerne an, wenn Sie bspw. für Ihre Hundekrankenversicherung eine Rechnung mit entsprechenden Angaben wie Chipnummer etc. benötigen.

*Alle angegebenen Preise sind Endpreise. Aufgrund des Kleinunternehmerstatus gem. § 19 UStG erhebe ich keine Umsatzsteuer und weise diese daher auch nicht aus.

Therapieangebot

Massage

Die Massage kann bei nahezu allen Krankheitsbildern angewendet werden. Technik, Intensität und Tempo können dabei variiert und zielgerichtet eingesetzt werden. 

Zudem kann die Massage durch unterstützende Maßnahmen wie bspw. einer Wärmelampe, Igelbällen oder Bürsten kombiniert werden.

Krankengymnastik

Beinhaltet das passive und aktive Bewegen sowie die stabilisierenden Übungen. Je nach Therapie ist der Hund dabei aktiv oder liegt in entspannter Seitenlage.

Ziele dieser Therapien sind die Schmerzlinderung, der Erhalt oder die Verbesserung der Gelenkbeweglichkeit sowie der Muskelaufbau.

Auch diese Therapien sind bei vielen Erkrankungen einsetzbar.

Manuelle Therapie

Hierbei handelt es sich um eine Therapie, die konkret auf Gelenkprobleme abzielt. 

Neben der Schmerzlinderung steht somit die Gelenkbeweglichkeit im Fokus. 

Darüber hinaus können Blockaden gelöst und gelenkumgebene Strukturen gedehnt werden.

Dehnungen

Kommen vor allem bei Verkürzungen von Muskeln/ Muskelgruppen zum Einsatz, die die Gelenkbeweglichkeit negativ beeinflussen. Dabei werden die Muskeln entgegen Ihrer Funktionsrichtung gedehnt.

Bei Sporthunden ist es immer ratsam, vor und nach dem Training Dehnungen vorzunehmen, um die Muskulatur aufzuwärmen und das Verletzungsrisiko zu verringern.

Dorntherapie

Mit dieser Therapie werden auf sanfte Art und Weise Blockaden an der Wirbelsäule gelöst und Wirbelverschiebungen behoben. 

Die Behandlung wird ganz langsam und nicht ruckartig ausgeführt.

Es werden keine Wirbel eingerenkt, sondern Blockaden gelöst.

 

Lymphdrainage

Diese spezielle Massagetechnik wird bei Ödemen (Schwellungen) angewendet, die bspw. nach OPs, Verbrennungen oder bei Inaktivität entstehen können. 

Sie sorgt dafür, dass die angesammelte Flüssigkeit abtransportiert und das Ödem verkleinert wird. 

Außerdem kann die Drainage bei frischen Narben und nach Operationen angewendet werden. Sie ist eine gute Prophylaxe gegen Ödeme und Entzündungen und fördert die Wundheilung.

Narbenbehandlung

Narbengewebe ist unelastisch und kann bei Gelenkbeteiligung oder großflächigem Vorkommen zu schmerzhaften Bewegungseinschränkungen führen. 

Die Narbenmassage kann das Gewebe elastischer und dehnbarer machen und ist bei allen Narben (nach Fadenzug und vollständiger Abheilung) anwendbar. 

Auch bei älteren Narben ist eine Narbenbehandlung sinnvoll.

Atemtherapie

Findet bei Hunden mit Atemwegserkrankungen, inaktiven, ängstlichen und nervösen Hunden Anwendung. 

Die Therapie fördert die Sekretabsonderung sowie die Atmung. 

Außerdem sorgt sie für psychische Entspannung.

Neurologische Behandlungen

Lähmungen können dazu führen, dass der Hund "vergisst", wie man den betroffenen Bereich bewegt. Häufig liegt zudem eine schlaffe Muskulatur vor und der Hund ist in anderen, nicht betroffenen Regionen überbelastet.

Die Therapie soll dafür sorgen, dass der Hund wieder an die "vergessenen" Bewegungen herangeführt wird, den Muskeltonus der schlaffen Muskulatur zu erhöhen und die anderen überbelasteten Struktur zielgerichtet zu entlasten.

 

Elektrotherapie

Das AmpliVet® synchro 3.0 ist ein Gerät zur modulierten mittelfrequenten Elektrotherapie (MET).

Es vereinigt drei therapeutisch wichtige Frequenzen, die gleichzeitig und sehr effektiv auf Nerven, Muskeln und Gewebe wirken können.

MET kann bei vielen Erkrankungen eingesetzt werden:

  • Schmerzzustände
  • Muskelverspannungen
  • Muskelatrophien
  • Erkrankungen der Wirbelsäule
  • Verletzungen Muskeln, Sehnen, Bänder
  • HD, ED, Arthrose
  • Lähmungen
  • Störungen bei der Wundheilung
  • Lähmungen uvm.

Magnetfeldtherapie

Mit Hilfe von in einer Matte eingearbeiteten Spulen, die von Strom durchflossen werden, entsteht ein magnetisches Feld.

Dieses wirkt schmerzlindernd, steigert die Durchblutung, die Temperatur und den Stoffwechsel und verbessert die Regeneration.

Die Therapie findet bei Erkrankungen des Bewegungsapparates, neurologischen und rheumatischen Erkrankungen sowie allgemeinen Schwächezuständen Anwendung.

Schallwellentherapie

Hier kommt das NOVAFON® power 2 zum Einsatz. Es handelt es sich um ein Schallwellengerät zur lokalen Vibrationstherapie und erlaubt die systematische Behandlung jedes Muskels. 

Diese Therapie spricht die Muskeln im Gegensatz zur Massage nicht nur von oben an, sondern dringt sanft ca. 6 cm ins Gewebe ein und regt die Durchblutung an. 

Durch die Einstellung verschiedener Intensitäten können verschiedene Ziele erreicht werden: Verspannungen lösen, Muskeln aktivieren oder Schmerzlinderung. 

Gerätetherapie

Unterstützend und ergänzend zu den manuellen Therapien können verschiedene Geräte wie bspw. ein Trampolin, FitBone® oder ein Stepper zum Einsatz kommen. Damit können Muskeln gekräftigt, Belastungsphasen beübt und Gelenke ohne Gelenkbewegung stabilisiert werden.

 

© Hundephysiotherapie Britta Hermsen 2024. Alle Rechte vorbehalten.

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